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03. Juli 2017, 12:30 UHR |

Ein Studium zwischen Flughafen und Hörsaal

Die IUBH und der Flughafen Erfurt-Weimar unterhalten eine lebendige Kooperation: Die frühere Studentin Franziska Gerlach arbeitet inzwischen fest am Airport und mit Maximilian Reymann startet eine neue Generation an IUBH-Studierenden in den Berufsalltag am Flughafen.

Die IUBH und der Flughafen Erfurt-Weimar unterhalten eine lebendige Kooperation

Flugzeuge sind schon lange sein Ding. Zahlreiche Fotos hat er bisher von Airbussen, Boeings und kleineren Propellermaschinen gesammelt und ins Bild-Netzwerk Instagram gestellt, wo mehr als 1200 Menschen ihm folgen. Doch aus Maximilian Reymanns Hobby ist inzwischen mehr geworden: Es ist sein Beruf. Seit einem Jahr arbeitet der 19-Jährige am Flughafen Erfurt-Weimar und liebt seinen Job. „Es gibt Tage, an denen ich gar nicht arbeiten muss und dennoch da bin. So sehr begeistern mich der Flughafen und seine Abläufe“, erklärt Reymann. Bereits nach seinem Abitur war er am Flughafen beschäftigt, als Aushilfe im Bodenverkehrsdienst bekam er Einblicke, die ihn in seinem Wunsch, auch später einmal etwas mit Luftfahrt zu machen stärkten. Doch trotz zahlreicher Bewerbungen an Hochschulen in ganz Deutschland klappte es nicht mit einem Studium in diesem Bereich.

Zusage fürs Studium zu Hause

„Ich dachte damals, dass ich mir etwas Anderes suchen muss und mein Hobby eben ein Hobby bleiben lassen sollte“, erinnert sich Reymann. Dass es sich aber anders entwickelte, das ist einer noch recht jungen Kooperation zwischen der IUBH und dem Flughafen Erfurt-Weimar zu verdanken. Im dualen Studium werden Studenten so zum einen in Fächern wie Marketing oder Tourismuswirtschaft unterrichtet, zum anderen können sie bei lokalen Einrichtungen der jeweiligen Branche ihre studienbegleitenden Praktika absolvieren. Für den Leiter des Erfurter Campus der privaten Hochschule ein absoluter Glücksgriff: „Wir können auf diese Weise unser Lehrangebot zusammen mit attraktiven Partnern aus der Region umsetzen.“

Dass auch Thüringens größter Flughafen Teil dieses Netzwerks ist, darauf ist Hartbauer besonders stolz, sei es doch in gewisser Weise auch eine Auszeichnung, seine Studenten dort einsetzen zu dürfen. Auch Erfurts Flughafen-Chef Jörg Eberhard freut sich über die Zusammenarbeit, die sich seit 2013 etabliert hat: „Alle Beteiligten profitieren von einem solchen Modell. Wir als Unternehmen bekommen qualifizierten Nachwuchs, der bereits während des Studiums unsere Arbeitsabläufe und unseren Aufbau kennenlernt, die Hochschule findet etablierte Praxis-Partner und für unsere Werkstudenten übernehmen wir sogar die Studiengebühren.“

Auch für Franziska Gerlach war diese Partnerschaft ein echter Glückstreffer. Einige Zeit hatte es die gebürtige Erfurterin in die Ferne verschlagen. Doch nach Stopps in Bayern und Berlin wollte die heute 28-Jährige zurück in die Heimat: „Ich wollte meine Erfahrungen festigen, studierte Tourismuswirtschaft und fand am Flughafen eine Möglichkeit, dies dual zu studieren.“

Im Gegensatz zu Maximilian Reymann war bei ihr das Flugfieber zuvor jedoch nicht so sehr ausgebrochen – nur durch Urlaubsreisen habe sie Kontakt mit den großen Maschinen gehabt, erzählt sie. Dass Gerlach sich heute für Airbusse und Boeings begeistern kann, das sei ihrem Arbeitsplatz zu verdanken: „Wenn man damit täglich zu tun hat und erst einmal feststellt, was alles hinter einem solchen Flugzeug steckt, dann beginnt automatisch ein Prozess der inneren Neugier.“

Eine Neugier, die auch Maximilian Reymann schon lange hat. Kennt der erfahrene Flugsimulator-Pilot sich schließlich mit vielen Details der „großen Vögel“ aus. Und hin und wieder kann er so der Kollegin noch das eine oder andere Geheimnis zu den technischen Dingen im Cockpit verraten. Als Gegenleistung bekommt der Marketing-Student dafür von der einstigen IUBH-Studentin Franziska Gerlach den einen oder anderen Tipp, wie er auch die Theorie-Phasen des dreijährigen Studiums noch besser übersteht. Und somit etwas mehr Zeit für die Flugzeug-Fotos hat.

(Gastbeitrag von Jan-Philip Braun)

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