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11. Juni 2018, 14:27 UHR |

Gastvortrag eines syrischen Flüchtlings am Campus Bremen

Was bedeutet Flucht? Und wie erlebt jemand die Welt, der seine Heimat verlassen musste? Um diese Fragen ging es vergangene Woche am IUBH Campus Bremen.

Was bedeutet Flucht? Und wie erlebt jemand die Welt, der seine Heimat verlassen musste? Um diese Fragen ging es vergangene Woche am IUBH Campus Bremen. Im Rahmen der Vorlesung „Interkulturelles Management“ hörte das vierte Semester des Studiengangs Logistikmanagement einen Gastvortrag von Soumar Abdullah, einem syrischen Flüchtling, der 2015 sein Heimatland verließ.

Abdullahs persönlicher Bericht über seine Flucht nach Bremen sowie die kulturellen und politischen Hintergründe seines Landes ließen die Teilnehmer hautnah spüren, wie die mit Flucht zusammenhängenden Erlebnisse Menschen begleiten und beeinflussen. Zudem war Abdullahs Schwägerin aus den USA live zugeschaltet und berichtete von ihren Erfahrungen mit einem Leben zwischen den USA und Syrien. „In der Lehrveranstaltung Interkulturelles Management werden die Studierenden mit den Herausforderungen durch kulturelle Unterschiede im Geschäftsleben vertraut gemacht. Die beste Art das zu lernen, ist es, sie direkt zu erleben und von authentischen Erfahrungen zu profitieren. Genau dies ermöglichte uns der Gastvortrag“, resümiert IUBH-Professor Dr.-Ing. Josef Decker.

Aktuell arbeitet Abdullah in der Betreuung minderjähriger Flüchtlinge. Zu Beginn des Wintersemesters im Oktober 2018 plant er ein duales Studium der Sozialen Arbeit am Bremer IUBH-Campus aufzunehmen. Für ihn ist Deutschland ein neues Zuhause geworden, wenn auch keine neue Heimat: „Ich kenne jetzt viele Menschen in Deutschland und habe Freunde gefunden. Meine Heimat bleibt aber Syrien, denn Heimat ist mehr als der Ort an dem ich lebe, es sind die Erfahrungen meiner ganzen eigenen Geschichte.“

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