MENUMENU
MENUMENU
07. April 2020, 13:41 UHR |

Kraft sammeln vor dem Vorlesungsstart

Die Ostertage werden für die meisten in diesem Jahr anders ausfallen als geplant. Diverse Ratgeberartikel und Podcasts erklären, wie man die freien Tage unter Ausgangsbeschränkung effektiv für sich nutzt. Doch kann man die Tage auch verbringen, ohne sich andauernd selbst zu optimieren?

Das Netz ist voll von ihnen: Vorschläge. Wie man zuhause effektiv lernt, wie man fit bleibt, wie man seine Tage gestalten kann, wie man am besten Sport macht, was man am besten essen sollte und, und, und. Auch wir möchten dieser Tage einen Vorschlag machen: Entspannt Euch. Der Vorlesungsstart im dualen Studium der IUBH steht vor der Tür. Trotz der aktuellen Lage werdet Ihr ins nächste Semester – vielleicht sogar in Euer erstes Semester – starten. Das wird eine lehrreiche, aber auch eine fordernde Zeit werden. Deshalb spricht nichts dagegen, in den freien Tagen einen Gang herunterzuschalten und Kraft zu tanken.

Ist Selbstoptimierung immer sinnvoll – und ständig möglich?

Natürlich spricht im ersten Moment nichts dagegen, dass man die eventuell durch die Corona-Krise freigewordene Zeit sinnvoll nutzt. Es spricht auch gar nichts dagegen, dass man sich fit hält, sich gesund ernährt und sich weiterbildet. Doch die vielen gut gemeinten Ratschläge können auch Druck ausüben. Genau wie die vielen Instagram-Posts und Nachrichten von Freunden, die jeden Tag Yoga machen, frisches Obst essen, eine neue Sprache lernen, joggen gehen, die vielen literarisch wertvollen Bücher lesen, für die sie sonst keine Zeit haben, und ganz nebenbei noch ihre Wohnung neugestalten. Das mag vielleicht sogar der Wahrheit entsprechen – das bedeutet aber nicht, dass jeder nun diese Energie aufbringt.

Die Krise strengt uns an

Jeder weiß, wie schwierig es ist, nur eine Gewohnheit im Alltag zu ändern. Da ist es nicht verwunderlich, dass es unheimlich fordert, wenn der komplette Alltag auf dem Kopf steht. Und zurzeit steht unser Alltag tatsächlich auf dem Kopf: Wir spüren jetzt, wie sich die Pandemie direkt auf unser Leben auswirkt. Wir leben in sozialer Distanz und gehen kaum noch raus. Wir machen uns Gedanken um die wirtschaftlichen Auswirkungen, kennen vielleicht schon mehrere Leute, die direkt von der Krise betroffen sind und um ihre Existenz fürchten. Das Coronavirus ist allgegenwärtig. Und noch dazu ist es eine unsichtbare Gefahr. Wir können es weder sehen noch riechen. Es läuft nicht Beethovens Siebte, während sich das Virus nähert. Trotzdem lesen wir jeden Tag, wie die Infiziertenzahlen ansteigen und wir lesen von Todesfällen. Das alles ist eine Menge zu verarbeiten.

Nehmt den Druck raus und passt auf Euch auf

Wenn wir nun noch jeden Tag lesen, was wir während der Krise denn alles tun könnten und wie wir selbst diese herausfordernde Zeit nutzen müssen, kann uns das noch mehr Kraft kosten. Deshalb unser einziger Tipp: Nehmt den Druck raus. Tut Dinge, die Euch Freude bringen und Euch Energie geben, statt zu nehmen. Nach dem Vorlesungsstart werdet Ihr wieder eine gewisse Routine finden und dann habt Ihr noch genug Zeit, nach und nach einzelne positive Angewohnheiten zu etablieren. Doch nun ist erst einmal Ostern. Lasst Euch die Schoko- oder Hühnereier schmecken, genießt die freien Tage und bleibt gesund!

 

 

|