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10. Juli 2019, 11:11 UHR |

Bäume in Kenia pflanzen statt Hörsaalluft schnuppern

Kenia hat ein Baumproblem – denn in den letzten Jahrzehnten wurde hier so viel Wald für die Gewinnung von Ackerflächen, Holz und Holzkohle vernichtet, dass die verbliebenen Wälder nur noch 7 % der Landfläche bedecken.

Um das afrikanische Land bei der Aufforstung zu unterstützen, reisen Berliner Studierende der IUBH Internationalen Hochschule nun nach Kenia. Sie pflanzen dort gemeinsam mit den Partnerhochschulen Mount Kenya University und Mully College 3.000 Bäume.

Bäumepflanzen als Nischenmarkt für Ökotourismus
„Gemeinsam mit unseren Studierenden haben wir im Vorfeld untersucht, welche Bedeutung Wiederaufforstung für den lokalen Tourismus bedeutet,“ so Dr. David Rempel, Dozent für Tourismuswirtschaft im Dualen Studium. Das Ergebnis: Bäumepflanzen in Kenia ist ein wichtiger Nischenmarkt für Öko-Touristen, d.h. für Menschen, die sich in ihrem Urlaub für die Umwelt engagieren wollen. „Für deutsche Touristen – sofern sie sich ökologisch im Urlaub engagieren möchten – steht das Bäumepflanzen nach Tiere versorgen auf Platz 2 der Beliebtheitsskala.“

Statt klassischer Entwicklungshilfe Lokaltourismus stärken
Das Marktpotential der Wiederaufforstung als Reiseelement für den deutschen Keniareisenden sieht Rempel daher als bedeutsam an. Die IUBH möchte mit der Exkursion nicht nur selbst etwas zur Wiederaufforstung beitragen, sondern auch das Bewusstsein der Tourismusbranche auf die Chancen im Ökotourismus für den deutschen Markt lenken. Ihre aktuellen Studienergebnisse wird sie vor Ort im Rahmen einer Konferenz vorstellen.

Der „IUBH Forest“ in Kenia
Die erste Exkursion nach Kenia und Start des „IUBH Forest“-Projekts fand 2017 mit 14 Studierenden der IUBH statt. Erste Studienergebnisse zum Ökotourismus stellten die Studierenden auf der German African Entrepreneurship Conference in Nairobi vor. Die diesjährige 10-tägige Exkursion beginnt am 10. Juli. Neben dem Thema Wiederaufforstung beschäftigen sich die Studierenden vor Ort auch mit dem Potential nachhaltiger Safaris, Mountainbike-Reisen sowie umweltfreundlichem Abenteuertourismus für deutsche Reisende.

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